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Patienten
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Krankenkassen: Experten rechnen mit Kahlschlag
Bis zum Jahr 2015 wird die Zahl der Krankenkassen in Deutschland von jetzt 169 auf nur noch 50 Kassen sinken. Das erwarten Experten der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young aufgrund einer Befragung von 40 Krankenkassen. Das berichtet die "Welt am Sonntag" vom 7. März. Um 1990 waren es noch über tausend.
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Kopfpauschale: Die Gegner geben sich unversöhnlich
Die lange Zeit vielgeschmähte Kopfpauschale ist noch nicht abgehakt: Selbst der "Spiegel" vom 8. März entdeckte jetzt positive Seiten der Gesundheitsprämie: "Tatsächlich ist die Pauschale viel besser als ihr Ruf"? Und die "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung" zitiert am 7. März den Gesundheitsökonomen Thomas Drabinski: Es gäbe ein Kommunikationsproblem, weil "die Vorteile der Pauschale nicht auf Anhieb zu erkennen sind, sondern durch populistische Argumente leicht zu überdecken" seien.
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Versichertenbarometer 2010: GKV-Versicherte zufriedener als im Vorjahr
Trotz drohender Zusatzbeiträge sind die Versicherten nicht unzufrieden mit ihren Krankenkassen, berichtete "Die Welt" am 4. März. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zufriedenheit sogar gestiegen, wie das "Versichertenbarometer 2010" der Forschungsgruppe Management + Marketing (M+M) anzeigt, für das rund 1000 repräsentativ ausgewählte Bundesbürger telefonisch befragt wurden. Projektleiter Frank Opitz zeigte sich überrascht, "dass die Schere zwischen der Zufriedenheit von PKV- und GKV-Versicherten weiter auseinander geht, obwohl die Tendenz bei beiden Gruppen positiv ist".
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Minister Rösler: Ausgaben für Arzneimittel sollen deutlich sinken
Die Pharmaindustrie soll nach dem Willen von Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler zur Ausgabensenkung im Gesundheitswesen beitragen. In Deutschland seien die Preise für innovative Medikamente besonders hoch, bemängelte Rösler laut "Ärztezeitung" vom 19. Februar nach einem Treffen mit Vertretern der Pharmaindustrie in Berlin. In den nächsten Wochen will Rösler deshalb ein Konzept zur Arzneimittelpreisbildung vorlegen. Wichtige Elemente sollen darin Verträge zwischen Arzneimittelherstellern und Krankenkassen sowie die Kosten-Nutzen-Bewertung von Arzneimitteln sein.
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Rösler zur GKV-Reform: Sozialausgleich wird weniger als 10 Milliarden Euro kosten
Freundlichkeit allein bringt Philipp Rösler keine Sympathien ein: Hundert Tage nach seinem Amtsantritt als Bundesgesundheitsminister werden die Rufe nach einem durchgreifenden Krisenmanagement im Gesundheitswesen unüberhörbar, insbesondere nachdem die Ankündigung der Krankenkassen, Zusatzbeiträge erheben zu wollen, für große Aufregung gesorgt hat. Wie das "Handelsblatt" am 11. Februar erläuterte, kann Rösler nicht mit viel Unterstützung rechnen, nicht einmal aus der eigenen Fraktion. Sein "einziges bislang wenigstens in Ansätzen erkennbares Projekt" - die Gesundheitsprämie - habe die CSU "bereits zerschossen". Auch die Kanzlerin wolle nichts mehr davon hören, noch weniger Finanzminister Wolfgang Schäuble.
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Datenpanne bei Krankenkasse: Sicherheitsvorkehrungen nicht ausreichend
Wie wahrscheinlich ist es, dass Krankheitsdaten, von denen nur der Patient, sein Arzt und die Krankenkasse Kenntnis haben sollten, von anderen "Interessenten" abgerufen werden können? Dass dies nicht abwegig ist, zeigt eine Datenpanne bei der BKK Gesundheit, der mit 1,5 Millionen Versicherten größten deutschen Betriebskrankenkasse. Wie die Kasse nach einem Bericht des "Handelsblatts" vom 12. Februar einräumte, sei den Mitarbeitern eines externen Telefondienstleisters ein zu weitreichender Zugriff auf Datensätze gewährt worden. Ein anonymer Anrufer habe in der Folgezeit wiederholt versucht, die Kasse zu erpressen, die ihrerseits Anzeige bei der Staatsanwaltschaft Frankfurt erstattete.
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GKV-Finanzierung: Kritik an Zusatzbeiträgen der Krankenkassen
Gleich mehrere Krankenkassen haben angekündigt, in den nächsten Monaten Zusatzbeiträge erheben zu wollen. Dazu gehören die Deutsche Angestellten Krankenkasse (DAK) mit mehr als 4 Millionen Mitgliedern (ab Februar), die Deutsche BKK (ab März), die BKK Gesundheit (ab Februar/März), die KKH-Allianz (bis Juli), die ktp-BKK und Novartis (ab April) sowie die BKK Westfalen-Lippe (ab Februar). Weitere Kassen, etwa die BKK für Heilberufe und die BKK des Axel Springer Verlages, werden voraussichtlich folgen. Bis Jahresende werden, so vermuten die Kassenverbände, die meisten der 169 gesetzlichen Krankenkassen Zusatzbeiträge einfordern.
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Richterspruch: Nulltarif-Werbung nicht rechtens
Ganz ohne den Geldbeutel des Patienten geht es doch nicht: Das Netzwerk "dent-net" darf künftig nicht mehr damit werben, "Zahnersatz zum Nulltarif" oder "Zahnersatz ohne Zuzahlung" zu ermöglichen. Mit diesem Beschluss vom 15. Januar 2010 folgte das Landgericht Essen einer Unterlassungsklage des Internetportals 2te-ZahnarztMeinung.de. Dessen Betreiber hatte argumentiert, dass sich das Werbeversprechen an alle Patienten richte, aber so viele Voraussetzungen und Einschränkungen geltend mache, dass acht von zehn Patienten die Leistungen gar nicht in Anspruch nehmen könnten, auch wenn sie sich bemühten.
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Krankenkassen: Zusatzbeiträge wird es geben - aber nicht zum 1. Januar
Zwar rechnen einige Krankenkassen damit, dass sie im kommenden Jahr Zusatzbeiträge von ihren Versicherten erheben müssen; eine definitive Entscheidung - Zusatzbeiträge ja oder nein - müssen sie aber erst Anfang 2010 treffen. Obwohl die Kassen eigentlich schon im Dezember 2009 ihre neuen Haushalte - und damit auch eventuelle Zusatzbeiträge - beschließen und von der Aufsicht absegnen lassen müssen, hat das Bundesversicherungsamt jetzt den Kassenvorständen die Vorlage "vorläufiger" Haushalte gestattet.
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