Wie andere Gewebe im Körper auch, kann auch die Mundschleimhaut plötzlich an einer Stelle ungehemmt beginnen zu wachsen. Es entsteht dann ein Geschwulst, ein Tumor, also krankhaft wachsendes Gewebe.
So gefährlich das Wort Tumor klingt – die meisten dieser Geschwülste sind vergleichsweise harmlos. Diese gutartigen Geschwülste (benigne Tumore) wachsen meist sehr langsam und grenzen sich deutlich gegen ihre Umgebung ab. Denn sie wuchern nicht in anderes Gewebe hinein, sondern verdrängen es nur. Man findet sie etwa an der Wangenschleimhaut, an Zahnfleisch, Zunge Gaumen oder Mundboden. Der Zahnarzt unterscheidet diese Tumore je nach Art des wachsenden Gewebes. Wenn etwa Zellen des Bindegewebes krankhaft wachsen, entstehen Fibrome. Geschwülste des Fettgewebes dagegen heißen Lipome. Auch Knochenzellen können Geschwülste bilden, die Osteome. Sie werden oft nur zufällig bei Röntgenaufnahmen entdeckt.
Mitunter bilden sich auch Zysten, also flüssigkeitsgefüllte Hohlräume im Gewebe. Sie können sich unbehandelt bis fast Hühnereigröße ausdehnen, verdrängen Gewebe in der Nachbarschaft und müssen chirurgisch entfernt werden. Nicht selten sind kleine Wucherungen, verursacht durch Reize – etwa scheuernde Füllungsränder oder Prothesen.