Rund 10 Prozent aller Menschen in Deutschland leiden an Diabetes (Zuckerkrankheit). Bei dieser Stoffwechselkrankheit kann der Körper den Blutzuckerspiegel nicht ordentlich regulieren. Normalerweise geschieht dies mittels des Botenstoffes Insulin, der in der Bauchspeicheldrüse produziert wird.
Es gibt zwei Typen: Bei Typ-I-Diabetes, der vor allem junge Leute befällt, zerstört das Immunsystem des Körpers in einer überschießenden Reaktion die eigenen Bauchspeicheldrüsenzellen. Der Typ-II-Diabetes tritt vorwiegend bei Menschen in fortgeschrittenem Alter auf. Hier produziert die Bauchspeicheldrüse nicht mehr die richtige Menge Insulin, und zudem reagieren die zuständigen Körpergewebe nicht mehr auf diesen Botenstoff.
Diabetes ist eine gefährliche Krankheit. Sie macht sich zunächst nicht durch Schmerzen bemerkbar, aber schädigt Nieren, Augen, Blutgefäße und andere Organe des Körpers – und nicht zuletzt die Zähne.
Seit langem ist bekannt, dass Diabetiker meist auch an Parodontitis (Zahnbettentzündung) leiden. Warum dieser Zusammenhang besteht, ist nur zum Teil bekannt. So stört Diabetes etwa die Durchblutung von Gewebe und damit die Wundheilung. In den letzten Jahren zeigte sich aber auch, dass die Parodontitis auslösenden Bakterien ihrerseits den Diabetes beeinflussen. Zumindest bei Typ-II-Diabetikern führt eine Behandlung der Parodontitis zusammen mit der Gabe von Antibiotika zu einer deutlichen Senkung des Blutzuckerspiegels.