Zahlreiche Allgemeinkrankheiten haben Auswirkungen auf die Zahngesundheit. Daher ist mitunter der Zahnarzt der Erste, der diese Krankheiten erkennt.
Bei der Leukämie etwa, einer Reifungsstörung der Leukozyten (weiße Blutkörperchen) kommt es zu schwammigen Zahnfleischwucherungen, oft auch Blutungen und Gewebszerfall. Oft sind auch die benachbarten Lymphknoten geschwollen. Eine Parodontitis kann dadurch stark beschleunigt werden. Auch andere Blutkrankheiten, etwa krankhaft gesteigerte Blutungsneigung, zeigen sich in der Mundhöhle, zum Teil auch an der Zunge, recht deutlich – etwa durch starke und kaum stillbare Blutungen ohne erkennbare Ursache.
Ähnlich ist es bei AIDS. Diese Immunschwächekrankheit bewirkt allgemein eine erhöhte Anfälligkeit für Keime. So leiden AIDS-Patienten häufig unter Soor, also Hefepilzbefall im Mund. Ein Muster weißlicher Stellen auf der Mundschleimhaut ist ebenso Anzeichen dafür wie Zerfall des Zahnfleisches und des Zahnbetts. Nicht selten treten auch bösartige Tumore in der Mundhöhle oder auch außerhalb auf, etwa an der Kopfhaut.