Patientenfragen und Antworten:
Frage:
Was versteht man unter zahngesunder Ernährung bei Kindern?
Antwort:
Falsche Ernährung ist gerade bei Kindern eine der wichtigsten und häufigsten Ursache der Karies. Zwar gibt es keine spezifische Kost, die Karies gänzlich verhüten kann. Doch können Eltern durch richtige und ausgewogene Nahrung einen wesentlichen Beitrag zur Zahngesundheit und zur Gesundheit allgemein - ihrer Kinder leisten. Egal, ob Säugling, Kleinkind oder Jugendlicher: Zähne benötigen Mineralien in erster Linie Kalzium, Phosphat und Eisen sowie Vitamine und bestimmte Spurenelemente. In folgenden Nahrungsmitteln sind diese Substanzen enthalten: ¨ Milch und Milchprodukte ¨ Gemüse ¨ Obst ¨ hochwertige Getreideprodukte (z.B. volles Korn, Haferflocken) ¨ mageres Fleisch ¨ Eier Muttermilch ist nach wie vor die beste Säuglingsnahrung. Flaschenmittel sind zum Teil sehr süß. Oft wird damit der Grund zu späterer Zuckerüberfütterung gelegt. Auf die Nuckelflasche sollte deshalb so rasch wie möglich verzichtet werden. Vom 4. bis zum 7. Lebensmonat an bieten sich Karotten- und Kartoffelpüree, Gemüsebrei, Fleisch, Eigelb, Getreide-Milch-Breie etc. als Nahrungsmittel an. Lieber knackig als weich Sobald die Zähne da sind, sollten sie auch benutzt werden. Wer nur weiche oder breiartige Nahrung zu sich nimmt, gibt dem Gebiß nichts zu kauen. Die Zähne verlieren dadurch an Widerstandsfähigkeit und werden geschwächt. Außerdem findet während des Kauens keine "Selbstreinigung" statt. Dagegen kräftigt und schützt knackige und derbe Kost die Zähne und regt die Speichelbildung an. Weiches Brot, Kuchen oder weichgekochte Speisen bleiben an den Zähnen kleben und bilden so einen idealen Nährboden für Bakterien Zuckerschaden in Grenzen halten Jeder weiß: Zucker ist schlecht für die Zähne. Das stimmt zwar, doch Kinder sind einfach zu scharf auf Süßes, als daß man es ihnen gänzlich verbieten könnte. Ein strenges Verbot erhöht unter Umständen nur die Anziehungskraft von Süßigkeiten. Wenn einige Regeln beachtet werden, können Eltern den Schaden in Grenzen halten - vorausgesetzt, sie gehen selbst mit gutem Beispiel voran. Achten Sie darauf, daß Kinder Süßigkeiten nicht als Zwischenmahlzeiten den Tag hindurch essen. Eine Tafel Schokolade nach dem Essen ist besser als über den Tag verteilt. Kinder sollten so früh wie möglich folgende Regel verinnerlichen: Süßes nur, wenn danach die Zähne geputzt werden. Vor allem das "Betthupferl" vor dem Zubettgehen ohne anschließende gründliche Mundreinigung ist ein Kariesproduzent ersten Ranges. Dünnflüssige oder leicht lösliche Süßigkeiten sind besser als klebrige wie z.B. langsam im Mund zergehende Bonbons oder Marmelade. Vorsicht: Zucker kann auch in Joghurts, Kindertees oder Medikamenten (z.B. Hustensaft) enthalten sein. Auch hier ist Zähneputzen im Anschluß Pflicht. Es gibt auch zahnschonende Süßigkeiten! Erkennbar sind sie am Zahnmännchen mit dem Schirm. Nur Produkte, die nicht zu einer zahnschädlichen Säurebildung im Mund führen, dürfen dieses Zeichen tragen.
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