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Patientenfragen und Antworten:


Frage:

Vor 2 Jahren wurden meine vier weisheitszähne unter vollnarkose entfernt. das heisst, während der OP wurde mein kiefer ausgerenkt. vor ein paar wochen fing mein kiefergelenk plötzlich an zu knacken, beim auf-und zumachen des mundes. dies hielt 1-2 tage an. es war ein gefühl, als sei das gelenk nicht richtig eingerenkt. heute morgen war es dann so doll wie noch nie zuvor: nach dem aufwachen kriegte ich meinen mund erst gar nicht auf. erst durch ein ziemlich dolles knacken und bewegen war es wieder möglich, den mund weit zu öffnen. ab und zu trage ich nachts eine plastikschiene (zur beibehaltung meiner zahnstellung, da ich früher eine zahnspange trug und die zähne immer noch die tendenz haben, sich zu bewegen). auch letzte nacht habe ich die schiene getragen. nicht aber bei dem knack-vorfall vor ein paar wochen! ich bin 25 jahre alt. muss ich mir sorgen machen um meinen kiefer? oder sollte ich erst einmal abwarten? an welche art von arzt sollte ich mich wenden (Chiropraktiker?)?

Antwort:

Sie beschreiben in Ihrer Anfrage die typischen Zeichen einer akuten Kiefergelenkserkrankung. Solche Veränderungen, evtl. sogar Schäden in einem oder beiden Kiefergelenken äußern sich in Kiefergelenksknacken, einer verminderten Mundöffnung (geht nicht mehr soweit wie üblich auf) und mitunter auch in heftigen Schmerzen. Ebenfalls typisch ist das attackenhafte Auftreten: plötzlich und heftig. Zunächst sollte versucht werden, die momentane Attacke zu durchbrechen. Bitte suchen Sie Ihre Zahnärztin, bzw. Ihren Zahnarzt auf; sie/er kann mit Hilfe zahlreicher Maßnahmen (Schienen/ Medikamente/Krankengymnastik/Kühlen....) das aktute Geschehnis in ein chronisches zurückfahren. Die Wahl der richtigen Maßnahmen muß allerdings anhand IHRER klinischen Symptomatik erfolgen, was bei einer anderen Kiefergelenkspatientin das richtige wäre, muß bei Ihnen noch lange nicht zum Erfolg führen. Bitte suchen Sie deshalb unbedingt zahnärztliche Hilfestellung. Wenn die Akutphase zurückgedrängt ist, dann sollte versucht werden, das Grundproblem ursächlich anzugehen; auch hierfür gibt es zahlreiche Maßnahmen; in der Regel wird eine Schienentherapie (diese wird sich allerdings aller Wahrscheinlichkeit nach komplett von Ihrer bisherigen Schiene unterscheiden) durchgeführt. Je nach Grad der Erkrankung kann sich die Dauer der Behandlung in die Länge ziehen. Sehr hoffe ich, Ihnen geholfen zu haben.

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