Mehrfach hatte in den letzten Tagen der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenkassen gefordert, die für die Deckungslücke des Gesundheitsfonds vorgesehenen Darlehen in Zuschüsse umzuwandeln. Begründet wurde diese Forderungen mit den finanziellen Schwierigkeiten der Kassen, die sogar bald Zusatzbeiträge bei ihren Versicherten eintreiben müssten. Doch nach Angaben des Gesundheitsministeriums, so schreibt die „Ärztezeitung“ in ihrer Online-Ausgabe am 11.6.09, hätten die bundesdeutschen Krankenkassen im ersten Quartal diesen Jahres zusammen einen Überschuss von rund einer Milliarde Euro erzielt. Außerdem betrügen die Rücklagen der Kassen, so zitiert die „Ärztezeitung“ einen Sprecher des Gesundheitsministeriums, etwa 4 Milliarden Euro.
Der „Passauer Neue Presse“ sagte Schmidt nach Angaben des „Ärztenachrichtendienstes“ vom 11.6.09, der Gesundheitsfonds sei solide finanziert. Fast keine Krankenkasse müsse von ihren Versicherten Zusatzbeiträge erheben. „Ich erwarte echte Anstrengungen von allen Kassen, statt Gejammer und dem voreiligen Ruf nach weiterer staatlicher Alimentierung. Sich zurückzulehnen und dem Steuerzahler alles aufzubürden, geht nicht“, zitiert der „Ärztenachrichtendienst“ die Gesundheitsministerin.
(Quele: KZV BW)