Die große Mehrheit der Bevölkerung erfreut sich guter Gesundheit. Dies ergab eine telefonische Befragung von über 21.000 Personen aus allen Regionen der Bundesrepublik, die das Robert-Koch-Institut (RKI) seit Juli 2008 im Rahmen des Gesundheitsmonitorings im Auftrag des Gesundheitsministeriums durchführte. Seit 2003, als ein erster kleinerer Telefonsurvey vorgenommen wurde, hat sich die Gesundheit insbesondere der jüngeren Generation positiv entwickelt: Sie sind seltener chronisch krank als früher. Der Anteil der sportlich sehr Aktiven hat seit 2003 um vier Prozentpunkte zugenommen. Vor allem jüngere Menschen rauchen inzwischen seltener.
Außerdem ergab das aktuelle Gesundheitsmonitoring (GEDA 2009), dass Personen mit niedrigem Bildungsstatus ihre Gesundheit seltener als sehr gut oder gut einschätzen als diejenigen mit mittlerem oder oberem Bildungsstatus. Ein Zehntel der Bevölkerung ist laut der telefonischen Datenerhebung gesundheitlich erheblich eingeschränkt. Bei den über 65-Jährigen musste ein knappes Viertel innerhalb der letzten zwölf Monate ins Krankenhaus.
Die für die GEDA-Studie erhobenen Daten wurden für das Internet aufbereitet. Mehr als 30 Themen („Indikatoren“) werden in Faktenblättern dargestellt und können eingesehen und abgerufen werden (www.gbe-bund.de). Darin werden die Ergebnisse nach Alter, Geschlecht und Bildung in untergliederten Tabellen aufgeführt, regionale Unterschiede dargestellt, Kernaussagen formuliert und die Ergebnisse bewertet.
Die Themen kommen aus den Bereichen Allgemeiner Gesundheitszustand, Chronische Erkrankungen, Einflussfaktoren auf die Gesundheit sowie Inanspruchnahme von Leistung des Gesundheitssystems. Die Ergebnisse werden auch auf dem zentralen Public-Health-Kongress „Moderne Medizin“ vorgestellt, den die Fachgesellschaften (DGSMP, DGEpi, EUMASS) mit Beteiligung des RKI und weiterer Partner von 21. bis 25.9.2010 in der Berliner Charité veranstalten.
(Quelle: KZV BW)