Die Finanzlage der Gesetzlichen Krankenkassen ist nach jüngsten Aussagen des Bundesgesundheitsministeriums (BMG) besser als noch vor kurzem vermutet. Noch im März hatte das BMG für das Jahr 2008 einen Überschuss von nur 730 Millionen Euro geschätzt. Jetzt stellte sich heraus, dass die Reserve zum Jahreswechsel 2008 auf 2009 immerhin 4,9 Milliarden Euro betrug, die Kassen also gut gepolstert in den Gesundheitsfonds gingen. In diesem Jahr, so schätzt das BMG zurzeit, erhalten die Kassen etwa 300 Millionen Euro mehr aus dem Gesundheitsfonds als sie ausgeben müssen, denn nach den jüngsten Prognosen werden ihre Ausgaben in diesem Jahr geringer sein als befürchtet.
Insgesamt sieht das BMG die Entwicklung sehr positiv, wie „zm online“ am 7.7.09 meldete. Denn vor fünf Jahren hatten die Kassen zusammen noch 8,3 Milliarden Euro Schulden. „Der notorische Zweckpessimismus einiger Kassenvertreter hat sich damit als haltlos erwiesen“, zitierte „zm online“ einen Sprecher des BMG. Allerdings halte der GKV-Spitzenverband seine Warnung vor Zusatzbeiträgen aufrecht. „So lange das Gesetz Zusatzbeiträge zur ergänzenden Finanzierung der Krankenkassen vorsieht, müssen wir uns darauf einstellen, dass sie kommen“, so dessen Sprecher Florian Lanz.
(Quelle: KZV BW)