Startseite

zahn-forum.de Platzierungsgrafik

Ihr Gesundheitsportal Platzierungsgrafik



KZV BW Logo Platzierungsgrafik


 
Patienten Nachrichten

Minister Rösler: Ausgaben für Arzneimittel sollen deutlich sinken

Die Pharmaindustrie soll nach dem Willen von Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler zur Ausgabensenkung im Gesundheitswesen beitragen. In Deutschland seien die Preise für innovative Medikamente besonders hoch, bemängelte Rösler laut „Ärztezeitung“ vom 19. Februar nach einem Treffen mit Vertretern der Pharmaindustrie in Berlin. In den nächsten Wochen will Rösler deshalb ein Konzept zur Arzneimittelpreisbildung vorlegen. Wichtige Elemente sollen darin Verträge zwischen Arzneimittelherstellern und Krankenkassen sowie die Kosten-Nutzen-Bewertung von Arzneimitteln sein.

Der Präsident der Bundesärztekammer, Jörg-Dietrich Hoppe, forderte in der „Rheinischen Post“ eine gesetzliche Regelung, falls es nicht gelingt, mit der Industrie Vereinbarungen über „wesentlich“ niedrigere Arzneimittelpreise auszuhandeln.

Auch die Pharmaindustrie meldete sich zu Wort. Wolfgang Plischke, Vorsitzender des Verbands forschender Arzneimittelhersteller (VFA), wies darauf hin, dass die Preise für patentgeschützte Arzneimittel stabil seien und auf dem Niveau von 2007 lägen. Der Anteil innovativer Arzneimittel unter den verschriebenen Präparaten ist in Deutschland übrigens vergleichsweise gering, wie Plischke bereits im vergangenen Jahr bei Erscheinen des „Arzneimittel-Atlas 2009“ ausführte. Während ihr Anteil in Ländern wie Frankreich, Spanien und Italien bei rund 13 Prozent liege, seien nur etwa 6 Prozent der verschriebenen Präparate in Deutschland in den letzten fünf Jahren auf den Markt gekommen.

Dagegen lag der Verordnungsanteil der kostengünstigeren Generika – Medikamente, deren Patentschutz bereits abgelaufen ist und die quasi „Nachbauten“ des Originalpräparats darstellen – bei GKV-Versicherten im Jahr 2008 bei circa 85 Prozent. Nach Berechnungen des Generikaherstellerverbands Progenerika sollen durch die Verwendung von Generika im Jahr 2008 Einsparungen in Höhe von 11 Milliarden Euro in der GKV erreicht worden sein.

(Quelle: KZV BW)

 

 



Diese Meldung drucken Diese Meldung versenden

Suche-Icon Suche

Fragen-Icon Fragen

Fragen Sie die Zahnärzte in Baden-Württemberg - online in zahn-forum.de: