Die Arbeitsgemeinschaft der Kassenzahnärztlichen Vereinigungen (AG KZVen) Baden-Württemberg, Bayerns, Hessen, Niedersachsen und Schleswig-Holstein hat heute die „Politische Agenda 2012: Perspektive Zahngesundheit“ vorgestellt und an die Entscheider und Multiplikatoren im Gesundheitswesen übermittelt.
Die jüngsten Reformen haben das Gesundheitssystem für den Wettbewerb geöffnet. Ein sich herausbildender Gesundheitsmarkt kann viel Dynamik und positive Effekte entfalten für die Gesellschaft, für den Arbeitsmarkt und für die Wirtschaft. Der demografische Wandel hin zu einer Altersgesellschaft und der medizinisch-technische Fortschritt erfordern, dass die Rahmenbedingungen neu und strukturell richtig gesetzt werden. Denn aktuell stößt die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) aufgrund dieser Entwicklungen immer wieder an die Grenzen ihrer Finanzierbarkeit.
Aus Sicht der AG KZVen gilt es, die für die Zukunft unseres Gesundheitswesens wichtigen Fragen richtig zu beantworten, damit das hohe Niveau der Gesundheitsversorgung für die Bürgerinnen und Bürger zukunftsfest gestaltet werden kann. Leitgedanke ist, dass das Zukunftsmodell für die zahnmedizinische Versorgung jedem Bürger die gerechte Chance bietet, eine auf seine Bedürfnisse zugeschnittene zahnmedizinische Versorgung zu bekommen. Dabei sind die Dimensionen Markt und Regulierung sowie Eigenverantwortung und Solidarität so auszutarieren, dass Solidarität, soziale Verantwortung und marktwirtschaftliche Elemente stimmig und sinnvoll verbunden werden können.
(Quelle: Arbeitsgemeinschaft der KZVen Baden-Württemberg, Bayerns, Hessen, Niedersachsen und Schleswig-Holstein, 30.01.2012)