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Patienten Nachrichten

KZV BW: "Anonymes Abrechnungssystem Hauptgrund für Intransparenz"

"Die gesetzliche Krankenversicherung und ihr anonymes Abrechnungssystem auf Grundlage des Sachleistungsprinzips sind die Ursachen für die Intransparenz", betont Dr. Ute Maier, die Vorsitzende des Vorstandes der Kassenzahnärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg (KZV BW). Und weiter: "Die GKV könnte schnell die Kostentransparenz verbessern, wenn sie zulassen würde, dass der Patient weiß, was seine Zahnbehandlung kostet." In der privaten Krankenversicherung sei diese Kostentransparenz durch Kostenvoranschläge und nachvollziehbare Rechnungen ohne Probleme gegeben.
 
Die Kritik des Spitzenverbandes der GKV treffe den Nagel auf den Kopf. Die Schlussfolgerungen seien aber völlig falsch. "In der privaten Krankenversicherung gibt es für Leistungen, die über dem GKV-Niveau liegen, nachvollziehbare Rechnungen", so die Repräsentantin der Vertragszahnärzte. Die Leistungen, die erbracht werden sollen, müssen vor der Behandlung mit dem Patienten besprochen und schriftlich vereinbart werden. Maier: "Jeder Patient weiß daher vor Behandlungsbeginn über Umfang und Kosten Bescheid". Auch leiste der Patient dazu seine Unterschrift.

Der Vorstoß des GKV-Spitzenverbandes, private Vereinbarungen kontrollieren zu wollen, sei ein Versuch, die Versicherten weiter zu entmündigen, und ein massiver Eingriff in deren Souveränität. "Wir wehren uns auch dagegen, dass die Kassen derart grundlos Misstrauen schüren und das vom Vertrauen getragene Arzt-Patienten-Verhältnis untergraben wollen", so die Vorsitzende. Die Zahl der Beschwerden liege in Baden-Württemberg im Promille-Bereich.

Dem Spitzenverband gehe es nur darum, ein neues Handlungsfeld zu eröffnen, und durch das Absingen des hohen Liedes auf die Sachleistung die eigene Existenz zu sichern. Maier: "Die Demographie und die Weiterentwicklung der medizinischen Möglichkeiten werden über kurz oder lang dieser veralteten Denke die Grenzen aufzeigen."

"Von großem Vorteil für die Patientinnen und Patienten sind die individuelle zahnärztliche Beratung und die eingehende Information über Therapie und Alternativen, die bei uns in Baden-Württemberg Standard sind", so Maier.

Zudem gebe es das Angebot der Patientenberatung und Zweitmeinung. Berufserfahrene Zahnärztinnen und Zahnärzte stehen hier zur Verfügung. Das Angebot ist für die Patienten kostenfrei.

(Quelle: KZV BW, 10.04.2012)



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