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Patienten Zahnpflege Vorsorge für jedes Alter

Vor und nach der Geburt des Kindes

Schon werdende Mütter müssen besonders sorgfältige Mundhygiene betreiben. Denn während der Schwangerschaft neigt das Zahnfleisch wegen der veränderten Hormoneinstellung im Körper leicht zu Entzündungen – übrigens auch während der Pubertät, nach Einnahme der "Pille" und zu Beginn der Wechseljahre.

Bei stillenden Müttern werden die Zähne nicht anfälliger für Karies, denn der Speichel bleibt unverändert und umspült die Zähne wie immer. Ohnehin entstehen innerhalb von anderthalb Jahren – länger dauern Schwangerschaft plus Stillzeit selten – keine Löcher in bis dahin gesunden Zähnen. Es sei denn, die werdende Mutter entwickelt plötzlich einen Heißhunger auf Süßigkeiten und vernachlässigt auch noch ihre Zahnputzgewohnheiten.

Was können Sie tun?

Als werdende Mutter können Sie schon während der Schwangerschaft viel für die bestmögliche Entwicklung der Zähne ihres Kindes tun. Wenn sie sich mit einer ausgewogenen Mischkost aus reichlich Obst, Gemüse, Brot, hochwertigem Eiweiß aus Fleisch, Fisch, Milch und Milchprodukten ernähren, sind Sie selbst ausreichend mit Nährstoffen versorgt und können gleichzeitig die notwendigen Nährstoffe für ihr Kind bereithalten.

Achten Sie auf ausreichende Versorgung mit dem Spurenstoff Fluorid. Das kommt ihren eigenen Zähnen wie auch den sich entwickelnden Zähnen ihres Kindes zugute. Wichtige Fluoridquellen sind Speisesalz mit Jod und Fluorid oder fluoridreiches Mineralwasser.

Manche Frauen neigen in der Schwangerschaft zu häufigem Erbrechen. Der saure Brei kann dann den Zahnschmelz angreifen. Daher nach dem Erbrechen gut mit Wasser spülen. In dieser Zeit sollte man den Mund besonders sorgfältig pflegen und säubern, sowie eine fluoridhaltige Mundspüllösung zur Remineralisation des Zahnschmelzes nutzen.

Was kann Ihr Zahnarzt tun?

Der Zahnarzt bietet eine umfassende Beratung an. Er erklärt die Entstehung von Karies und Zahnbetterkrankungen, gibt Tipps zur Mundhygiene und Ernährung während der Schwangerschaft und Hinweise für erste Mundhygienemaßnahmen beim Kleinkind.

Frauen, die Probleme mit den Zähnen haben, sollten eventuell vor einer Schwangerschaft das Gebiss gründlich sanieren lassen. Zumal dabei eventuell Röntgenaufnahmen nötig werden, die man trotz moderner, strahlenarmer Geräte bei einer Schwangerschaft tunlichst vermeidet.

Ein Speicheltest bei der werdenden Mutter zeigt, welche Arten von Bakterien in welcher Menge in der Mundhöhle vorhanden sind. Kariesbakterien können nach der Geburt von der Mutter auf das Kind übertragen werden, und das sollte man möglichst vermeiden.


Weitere Informationen zu "Vorsorge für jedes Alter":

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