Nur mit Wasser kann man trotz Rubbeln schmutzige Hände schwer sauber kriegen, aber Wasser plus Seife wirkt Wunder. Bei den Zähnen ist es nicht anders: Die Zahnpasta unterstützt massiv die Zahnreinigung mit der Bürste und enthält außerdem Stoffe für die Zahnpflege, bisweilen Stoffe, die Bakterien in Schach halten sowie Zusätze, die für angenehmen Geruch und Geschmack sorgen.
Die wichtigsten Inhaltsstoffe einer guten Zahnpasta
- Tenside (schaumbildende, waschaktive Substanzen) sorgen dafür, dass die Inhaltsstoffe beim Putzen überall hingelangen können. Außerdem fördern sie die Entfernung von Plaque.
- Abrasive Stoffe (Putzkörper), die ähnlich wie Scheuersand (aber sehr viel sanfter!) Schmutz wegscheuern. Die Furcht vor zu angriffslustigen Putzkörpern in der Zahnpasta ist übrigens in der Regel unbegründet. Eine Untersuchung der Stiftung Warentest hat gezeigt, dass in allen untersuchten Pasten die Putzkörper ausreichend milde für gesunde Zähne sind. Immerhin ist der Zahnschmelz dank seiner Härte sehr widerstandsfähig. Probleme kann es nur dann geben, wenn das empfindliche Zahnbein (Dentin) offenliegt, beispielsweise durch falsche Zahnputztechnik oder altersbedingte Entzündungen.
- Fluoride lagern sich im Zahnschmelz ein, das ihn härter und gegen chemische Angriffe von Bakterien widerstandsfähiger macht und so der Karies vorbeugt. Tatsächlich ist die Karies in den letzten Jahren dank fluoridierter Zahnpasta deutlich zurückgegangen. Bis zu 1500 Milligramm Fluorid pro Kilogramm Zahnpasta sind in Deutschland gesetzlich zugelassen. Mittlerweile enthalten fast alle in Deutschland verkauften Zahnpasta-Sorten Fluoride.
Spezialpasta für weißere Zähne
Bei starken Rauchern, Kaffee- oder Teetrinkern scheiden sich mitunter im Laufe der Zeit hässliche und störende braungelbe Beläge auf den Zähnen ab. Sie sind durch normales Zähneputzen kaum zu beseitigen. Daher bietet die Industrie spezielle Zahnpasta mit „Weißmacher-Effekt“ an, und die Werbung berichtet manchmal Wunderdinge davon.
Die Wirkung dieser Zahncremes beruht teils auf chemisch wirksamen Bleichmitteln, teils auf Putzkörpern. Das Letztere sind winzige Körnchen, die beim Putzen das mechanische Abreiben von Ablagerungen auf den Zähnen unterstützen. Sie sind in allen Zahncremes enthalten, in den meisten Weißmacher-Zahncremes allerdings sind sie wirksamer als in herkömmlichen Zahnpastas. Der sogenannte „Abrieb“ am Zahn wird dadurch deutlich erhöht. Bei Personen mit freiliegenden Zahnhälsen kann das zu schweren Schäden am Zahnbein führen, denn Zahnbein (Dentin) ist viel weicher als Zahnschmelz. Auch Zahnersatz kann geschädigt werden. Fragen Sie deshalb besser Ihren Zahnarzt, bevor Sie solche Produkte benutzen. Er kann ihnen eventuell moderne Produkte mit vergleichsweise zahnschonenden Putzkörpern empfehlen.
Freilich darf man sich von der Wirkung der Weißmacher-Zahncremes nicht zu viel versprechen. Sie können weder von Natur aus gelbliche Zähne aufhellen noch Verfärbungen beseitigen, die im Zahn eingelagert sind. Besser und schonender ist in solchen Fällen eine professionelle Zahnreinigung in der Zahnarztpraxis oder auch ein professionelles Aufhellen der Zähne (Bleaching).
Wohlgeschmack in bunter Tube: Kinderzahnpasta
Zahnpflege kann nicht früh genug beginnen. Daher gibt es schon für kleine Kinder spezielle Zahnbürsten und Zahncremes. Die Eltern sollten darauf achten, dass sie richtig und täglich angewendet werden. Als Zahnpasta sollte man unbedingt eine Sorte mit Fluoridzusatz wählen – sie hilft, den jungen Zahnschmelz zu festigen.
Die üblichen Zahnpasten für Erwachsene sind für kleine Kinder allerdings weniger geeignet. Das liegt zum Teil an ihrem Geschmack, den Kinder oft nicht schätzen. Vor allem aber verschlucken Kleinkinder oft gerne einen Teil der Zahnpasta. Damit sie dadurch nicht zu viel Fluoride in den Körper aufnehmen, haben Kinderzahnpasten einen verringerten Fluoridanteil. Dadurch ist freilich auch der Kariesschutz vermindert. Sobald die Kinder zuverlässig ausspucken – etwa ab dem sechsten oder siebenten Lebensjahr – sollte man deshalb auf eine Erwachsenenzahnpasta umsteigen.