Älteren Menschen fällt ein Besuch in der Zahnarztpraxis oft besonders schwer. Sie haben nicht nur Probleme mit ihrem Gebiss oder ihren dritten Zähnen, sondern leiden oft an weiteren Beschwerden. Die Zahnarzthelferin als erste Ansprechperson des Patienten nach Betreten der Praxis sollte sensibel auf die Wünsche und Schwierigkeiten dieser Patientengruppe eingehen, um das Vertrauensverhältnis zwischen ihnen und der Praxis intakt zu halten und zu stärken.
Denken Sie bei solchen Patientinnen und Patienten daran, dass ihnen die vielen Abläufe in einer modernen Praxis verwirrend vorkommen. Erklären Sie daher geduldig und möglichst verständlich die für den jeweiligen Tag vorgesehene Behandlung. Versuchen Sie, den Patienten etwaige Angst vor der Behandlung zu nehmen und vor allem: Vermeiden sie dabei jede Hektik. Auch „Papierkram“ wie der richtige Umgang mit einem Heil- und Kostenplan fällt (nicht nur) älteren Menschen oft schwer. Hier ist eine gewisse Hilfestellung von Ihrer Seite oft höchst willkommen, auch wenn nicht jeder Patient seine Hilflosigkeit in diesen Dingen zugeben mag.
Im Alter funktioniert oft auch das Gehör nicht mehr so gut. Reden Sie notfalls mit etwas lauterer Stimme und besonders deutlicher Artikulation. Reicht das nicht, bitten Sie den Patienten am besten in ein ruhiges Nebenzimmer – niemand hat es gern, wenn alle Welt solche Gespräche mithören kann.
Seien Sie auch dann besonders rücksichtsvoll, aufmerksam und einfühlsam, wenn ihnen der Patient mürrisch und mit eher schlechter Laune gegenübertritt. Ein freundliches Gesicht und etwas Humor kann hier schnell das Eis brechen. Lächeln wirkt hier oft Wunder und hilft, Stress und Aggressionen abzubauen. Erinnern Sie sich an das alte chinesische Sprichwort „Wer nicht lächeln kann, soll kein Geschäft aufmachen.“
(Quelle: KZV BW)