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Rückenschmerzen: Wie kann man sie verhindern?

Es lässt sich nicht vermeiden, dass man als Zahnarzthelferin oft längere Zeit gebeugt stehen muss, zum Beispiel während der Behandlung eines Patienten. Diese Körperhaltung führt mit der Zeit meist zu Rückenproblemen. Auch längeres Sitzen, etwa vor dem Bildschirm oder am Empfang, kann sich auf Dauer negativ auf den Rücken auswirken. Doch es gibt Möglichkeiten, Rückenschmerzen zu vermeiden – man muss sie nur kennen und nutzen.

Wenn möglich, sollte man die Höhe des Behandlungsstuhls so einstellen, dass Zahnarzt und Zahnarzthelferin sich möglichst wenig beugen müssen. Wenn Sie sich aber in diese Haltung begeben müssen, dann halten Sie den Rücken möglichst gerade und beugen Sie nur die Hüfte. Stellen Sie die Füße etwa hüftbreit auseinander, belasten Sie die Beine möglichst gleichmäßig und drücken Sie die Knie nicht durch.

Gönnen Sie zwischendurch, etwa in Behandlungspausen, Ihrer Wirbelsäule Entspannung: Wechseln Sie die Tätigkeit oder strecken Sie wenigstens die Arme nach oben und entlasten so Ihre Bandscheiben.

Regelmäßiges Entspannen ist auch beim Sitzen wichtig. Wechseln Sie öfter die Sitzhaltung – sitzen Sie mal aufgerichtet, mal etwas zurückgelehnt, mal neigen Sie sich nach vorne. Dieses „aktiv-dynamische Sitzen“ trainiert die Rückenmuskeln und verbessert durch den ständigen Belastungswechsel die Nährstoffversorgung der Bandscheiben. Stehen Sie bewusst wenigstens alle paar Minuten auf, etwa beim Telefonieren, oder gehen Sie ein paar Schritte. Und machen Sie es sich zur Gewohnheit, neue Patienten im Stehen zu begrüßen. Das hinterlässt nicht nur einen guten Eindruck, sondern hilft auch Ihrem Rücken und Ihren Beinvenen.

Positiv kann sich bei längerer sitzender Tätigkeit auch die Benutzung eines ergonomisch geformten Bürostuhls auswirken. Er muss die Möglichkeit bieten, die Sitzhöhe und die Neigung von Sitzfläche und Rückenlehne zu verändern. Rückenschonend ist eine Lordosestütze in der Lehne: Sie unterstützt die Lordose, also die natürliche Krümmung der Lendenwirbelsäule nach vorn und die dafür zuständigen Muskeln. Falsches Sitzen lässt diese Muskeln erschlaffen, was auf Dauer zu Körperfehlhaltungen führt. Sitzen Sie zudem immer möglichst weit hinten auf dem Stuhl, sodass Ihre Wirbelsäule guten Kontakt zur Rückenlehne hat.

Auch in der Freizeit können und sollten Sie etwas für Ihren Rücken tun – etwa durch Sportarten, die die Rückenmuskeln trainieren. Ideale Rückenschmerzkiller sind Schwimmen, Wandern, Radfahren, Laufen und im Winter Skilanglauf. Viel Bewegung, das werden Sie rasch spüren, wirkt sich auch auf Ihre übrigen Muskeln, Sehnen und Bänder günstig aus.

(Quelle: KZV BW)

 

 



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